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Gehen Sie mit einer positiven, optimistischen Einstellung in das Interview. Der Interviewer spürt das. Würden Sie nicht auch lieber jemanden für sich arbeiten lassen, der optimistisch ist, der bereit ist, eine Möglichkeit beim Schopfe zu packen, der den Willen hat, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln? Seien Sie freundlich und lächeln Sie viel. Niemand will einen mürrischen Mitarbeiter.
Sagen Sie niemals etwas Schlechtes über Ihre vorherigen Arbeitgeber. Betonen Sie die Zukunft und Ihren Willen, etwas Neues kennen zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie gefragt werden, warum Sie gerade jene Stelle wollen, für die Sie sich bewerben, sollten Sie nicht als Hauptgrund angeben, dass Sie zurzeit keine Arbeit haben. Betonen Sie vielmehr, warum Ihnen diese Arbeit interessant erscheint und wie Sie Ihre Fähigkeiten und Interessen in diese Tätigkeit einbringen können. Wenn Sie direkt gefragt werden, ob Sie derzeit eine Arbeit haben, sollten Sie natürlich ehrlich antworten und den Grund für die Nichtbeschäftigung angeben, z. B. dass Sie gerade umgezogen sind. Informieren Sie sich vor dem Interview über das Unternehmen, bei dem Sie sich vorstellen. Die Website der Firma ist dabei die erste Anlaufstelle und liefert in der Regel einen guten Überblick. Wenn der Interviewer merkt, dass Sie informiert und interessiert sind, erhöhen Sie Ihre Chancen. Der Interviewer wird auch wissen wollen, ob Sie ein team player sind, also ob Sie gut mit anderen zusammenarbeiten können. Dafür sollten Sie auf jeden Fall ein Bespiel aus Ihrem bisherigen Arbeitsleben parat haben. Ferner wird man wissen wollen, wie Sie Problemsituationen, sowohl beruflich als auch im Umgang mit schwierigen Personen, gelöst haben. Arbeitgeber wünschen sich ferner, dass ihre Angestellten zielorientiert (goal-oriented) arbeiten. Sie sollten den Eindruck vermitteln, dass Sie an dem Job ernsthaft interessiert sind, auch wenn Sie noch Termine für Interviews bei anderen Firmen haben. Sie werden feststellen, dass sich der Interviewer auch oft so benimmt, als ob er sich schon entschlossen hat, Sie einzustellen. In Wirklichkeit hat er aber noch eine Reihe anderer Kandidaten zum Interview bestellt. Solange Sie kein konkretes Jobangebot (job offer) bekommen, ist daher alles nur hypothetisch. Sie zeigen, dass Sie es mit Ihrer Bewerbung ernst meinen und der Interviewer gibt Ihnen eine Chance, sich von Ihrer besten Seite zu zeigen und sich um den Job zu bemühen. Das zeigt gegenseitigen Respekt und dass das Interview seinen Zweck hat und für beide Seiten keine Zeitverschwendung ist. Durch das Interviewen von Bewerbern hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, sich jene Arbeitskräfte auszusuchen, die von der Persönlichkeit her am besten in sein Team passen. Fragen Sie nicht nach der Höhe des Gehalts oder nach der Zahl der Urlaubstage. In der Regel bekommen Sie diese Informationen erst, wenn Ihnen der Job angeboten wird. Betrachten Sie jedes Bewerbungsgespräch als Übungsmöglichkeit. Selbst wenn Sie nach den ersten Interviews noch keinen Job bekommen, werden Sie doch feststellen, dass Sie von Interview zu Interview besser werden, was sich letztendlich auszahlen wird. Nur ganz selten werden Sie gleich am Ende des Interviews ein Jobangebot bekommen. Ein gutes Zeichen ist schon, wenn Sie gleich oder ein paar Tage später zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten des Interviewers gebeten werden. Das bedeutet meistens, dass Sie schon in die engere Wahl gezogen wurden oder sogar, dass der Interviewer Ihre Einstellung empfohlen hat und der Vorgesetzte nur noch seine Zustimmung geben muss, nachdem er sich selbst ein Bild von Ihnen gemacht hat. In vielen Fällen gibt es aber nur ein Interview. Der Interviewer wird Ihnen am Ende des Gesprächs danken und Ihnen mitteilen, dass Sie Bescheid bekommen werden. Sie sollten jetzt Ihrerseits dem Interviewer danken und ihm zum Abschied freundlich die Hand geben. Nicht nur der erste Eindruck ist wichtig, sondern auch der letzte. Aus: Alltag in Amerika. Ein praktischer Ratgeber für Neuankömmlinge in den USA.
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